Die Abu Garcia Vengeance 6.3M im Dauertest

Nachdem mich die Vendetta doch recht gut überzeugt hat was ihr Preis/Leistungsverhältnis angeht und ich eine Rute für das Kanalfischen im Ruhrgebiet mit Rigs und leichten Jigs brauchte, dachte ich mir einen Versuch wäre die Vengeance sicherlich wert. Bei dem doch, sagen wir einmal, überschaubaren Preis ist es kein Beinbruch sollte sich das in irgendeiner Form in Qualität oder Performance ausdrücken.

Der Einsatzbereich ist recht einfach abgesteckt und umfasst Texas/Carolinarigs bis 10g, sowie Jigs zwischen 4g und 10g Gesamtgewicht. Typische Vertreter an Ködern sind hier 3″ Swingimpacts, 3,5″CounterGrubs oder HellGies bis 5″ an den genannten Systemen.
Somit entschied ich mich für die leichteste Rute aus der Serie, welche mit 1/8-5/8oz (3.5 bis 17.5 Gramm) und einem “moderate fast” Taper angegeben ist, als Rolle kommt eine Abu Premier 2010 zum Einsatz. Wenige Tage später kam das gute Stück als Import bei mir an.
Wie schon zuvor bei der Vengeance war ich auch diesmal überrascht wie viel Rute man für so wenig Geld bekommt, man muss bedenken das hier nach aktuellem Wechselkurs gerade einmal 35Euro anliegen. Die Verarbeitung kann man als solide betrachten, keine großartigen Fehler, keine schiefen Ringe, keine Klebereste, nichts wackelt und was sicherlich eine Geschmacksfrage ist so sieht sie auch noch nett aus. Die Ringe hätte man sicherlich schöner mit Lack überziehen können, aber darüber kann ich bei dem Preis hinweg schauen, es ging mir sowieso mehr um die Performance und Haltbarkeit.
Nach nunmehr drei Monaten Dauertest mit ca. 60 Stunden am Wasser muss ich noch immer sagen das es sich um einen wirklich solide Baitcaster für Rigs und Jigs handelt. Der EVA Griff ist mittlerweile ein wenig speckig, die Qualität ist befriedigend, jedoch nicht die Beste und man hätte der Abschlusskappe wie schon bei der Vendetta vielleicht einen Gummirand verpassen können damit diese nicht so schnell verkratzt. Was allerdings die Leistung angeht so hat die Rute meine Erwartungen sogar übertroffen. Im Bereich von 6-14 Gramm lässt es sich wunderbar damit fischen, die Bisse sind selbst bei weiteren Distanzen gut zu erkennen und im Drill hat sie ein ordentliches Rückrad bewiesen. Diverse Zander bis 60cm und natürlich Barsche ( 44cm war ein Highlight ) waren im Drill spannend und gut zu kontrollieren. Es würden sich mit der Rute auch kampfstärkere Exemplare bändigen lassen, doch liegt ihr Einsatzgebiet wie schon genannt im leichten Bereich.
Bleibt somit als Fazit zu sagen, das es sicherlich sensiblere, dünnere und schönere Ruten für das Rig-Angeln gibt, aber meiner Meinung nach nicht in diesem Preissegment.

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